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Ich schreibe.

Ich schreibe, um zu reisen – von einer Stadt zur anderen in nur drei Worten.
Ich schreibe, um mehr zu sein – Hausfrau, Mutter, Magier und Superheld.
Ich schreibe, weil mir eine Realität nicht reicht – weil ich andere Realitäten suche und sie erschaffen möchte.
Ich schreibe, weil ich es kann. Vielleicht nicht gut und nie perfekt, aber gerne.

Die Autorin im Interview mit sich selbst

Die Autorin im Interview mit sich selbst
Frau Lane, erzählen sie doch bitte etwas über sich. Wie alt sind sie, wo kommen sie her? Was machen sie momentan? 

 
Die erste Frage über das Alter, ich hätte es wissen müssen! Nun, ich gehe steil auf die 30 zu, Jahrgang 1986. Vor 27 Jahren wurde ich in Königs Wusterhausen geboren, das liegt südlich von Berlin. In dieser Gegend bin ich aufgewachsen und lebe auch heute noch dort – ein ganzes Dorf weiter hat es mich mittlerweile verschlagen. Sie sehen, ich komme rum. Langsam, aber stetig.
 
Und momentan? 

Momentan ist hier das Gleiche los wie gestern oder letzte Woche. Das Dorfleben kann sehr langweilig sein, obwohl ich eine kleine Miss Marple im Ohr habe, die mich vom Gegenteil überzeugen möchte. Und siehe da, im Briefkasten liegt ein Flyer der Polizei: erhöhte Einbruchsgefahr. In meinem Heimatdorf nebenan gab es so was nie!
 
An was arbeiten sie gerade, Frau Lane? Sie haben ihren Roman Operation Roter Himmel abgeschlossen. Fühlen sie sich jetzt erleichtert? 

Keinesfalls! Jetzt geht die Arbeit für den Roman erst richtig los. Operation Roter Himmel war mein erster Roman, den ich veröffentlicht habe. In Eigenregie als sogenannter Indie Autor. Man kennt mich nicht, warum sollte man meinen Roman lesen? Das ist der Knackpunkt, an dem meine Arbeit jetzt ansetzt – man nennt es Social Marketing, habe ich mir sagen lassen. Facebook, Twitter, Google – möchte ich gelesen werden, muss ich meine Präsenz im Internet steigern. Das ist spannend, aber auch sehr anstrengend. Ehrlich gesagt ist es leichter, einen Roman zu schreiben, als sich in die Öffentlichkeit zu drängen.
 
Operation Roter Himmel ist ein postapokalyptischer Roman. Warum gerade das Thema Weltuntergang? 

Das Ende unserer Zivilisation ist nicht das zentrale Thema; ich verstehe den Weltuntergang eher als Mittel zum Zweck. Mir war wichtig, in meinen Protagonisten die versteckten Seiten herauszukitzeln, also das, was sie unter ihrer Durchschnittlichkeit verbergen. Wie verhält sich ein Informatiker, der nur seinen Schreibtisch kennt und in einer New Yorker Wohnung lebt, wenn es keine Wohnungen, keinen Computer, keinen Strom mehr gibt? Welche Strategien zum Überleben entwickelt er? Kann er sich anpassen oder geht er unter?
 
Um die versteckten Seiten herauszuholen, hätte es doch aber nicht gleich die Apokalypse sein müssen! 

Doch, denn eine extremere Situation gibt es nicht. Extreme Situationen verlangen extreme Veränderungen. Wer sich nicht anpasst, kann nicht überleben.  Im Sinne des Schreibens ist das faszinierend.
 
Wird der nächste Roman auch wieder in der Zukunft spielen? 

Der nächste Roman ist zur Hälfte fertig und spielt in der Gegenwart, allerdings nicht nur auf unserem Planeten. Vielmehr will ich aber noch nicht verraten 😉
 
Eine abschließende Frage:  Wieso schreiben sie? 

Um zu bewegen.
Es ist mir nicht so wichtig, die perfekte Geschichte aufs Blatt zu bringen, solange sie nur lebendig ist. Wenn die Leser schmunzeln oder lachen müssen, oder wenn sie sich mit einem Charakter freuen oder sich über ihn ärgern, dann bin ich zufrieden mit mir und meiner Arbeit. Nicht 100 % zufrieden, weil ich das als Autorin wahrscheinlich nie mit meinen Texten sein kann. Aber mich bewegt, wenn es meine Leser bewegt. In der Hinsicht bin ich sehr emotional. Wenn mir ein Leser sagt, er hätte an einer Stelle weinen müssen, dann ist das eins der wunderbarsten Gefühle. Ich will ehrlich sein – es macht mich stolz.
 
Vielen Dank, Frau Lane. Wir können wohl damit rechnen, noch öfter von ihren zu hören? 

Aber ja, das können sie!
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